Die Wahlen in den Nationalrat erfolgen seit 1919 nach dem Proporzsystem. Bei der Verhältniswahl werden die Sitze im Verhältnis zu den erzielten Stimmen auf die Parteien verteilt. Erst anschliessend erhalten die Kandidatinnen und Kandidaten mit den höchsten Stimmenzahlen die Sitze, welche ihre Partei errungen hat. Im Unterschied zur Majorzwahl können bei der Proporzwahl auch kleinere Parteien den Einzug ins Parlament schaffen.
Der Ständerat setzt sich aus 46 Vertreterinnen oder Vertretern der Schweizer Kantone zusammen. Jeder Kanton wählt zwei, die Kantone AI, AR, BL, BS, NW und OW eine Vertreterin oder einen Vertreter. 45 Mitglieder des Ständerats werden gleichzeitig mit dem Nationalrat gewählt. In Appenzell Innerrhoden wählt die Landsgemeinde (Versammlung aller Stimmbürger) die Ständevertretung jeweils im April vor den Nationalratswahlen.
Nationalratswahlen | Ständeratswahlen
Zu den Vorlagen von eidgenössischen Volksabstimmungen erstellen die Parlamentsdienste umfangreiche Dossiers.
Die Abstimmungen
Wahlen im Parlament
Die Bundesversammlung als Vereinigte Bundesversammlung, das heisst in gemeinsamer Sitzung von Nationalrat und Ständerat unter Leitung des Nationalratspräsidenten, wählt die sieben Mitglieder der Regierung (Bundesrat) sowie den Bundeskanzler.
Das Parlament wählt auch die Mitglieder der eidgenössischen Gerichte (Bundesgericht, Bundesstrafgericht, Bundesverwaltungsgericht) und des Militärkassationsgerichts.
Im Fall von Kriegsgefahr wählt es auch den General der Schweizer Armee.
Bundesratswahlen | Bundeskanzlerwahlen | Präsidentenwahlen
Die Veröffentlichung des Stimmverhaltens wird in den beiden Ratsreglementen geregelt. Im
Nationalrat sind heute alle Abstimmungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich. Im Ständerat erfolgt eine Aufzeichnung und Publikation nur dann, wenn mindestens zehn Ratsmitglieder eine Abstimmung unter Namensaufruf verlangen.
Abstimmungs-Datenbank